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Der SC Freiburg gehört zu Freiburg, zum Schwarzwald, zu Baden wie die “lange Rote” auf dem Vorplatz des Münster Freiburg. Fan war ich ja schon seit Jahren. Aber einer von der Sorte, der das Stadion an sich meidet und statt dessen Sportschau guckt oder Zeitung liest. Mir haben immer mehr die großen Turniere wie EM oder WM zugesagt. Ich weiß gar nicht mehr, warum eigentlich.
Aber aus irgendeinem Grund hatte ich Michel dann doch mal versprochen, mit ins Stadion zu gehen. Immer nur Fussball im Fernsehen wäre wohl nicht genug, meinte er. Und ich muss sagen – Recht hat er.
Früher konnte ich sie ja nie leiden – die Fans, die ins Stadion strömten. Waren für mich alles biertrinkende Prolls. Okay, ich trink dann auch ab und an ein Bier im Stadion (gibt ja kein Prosecco auf den Stehrängen), aber es gehört wohl einfach dazu. Auf alle Fälle war ich das erste Mal dabei – und seit dem hat es mich völlig gepackt. Das Fussballfieber, und zwar, live dabei zu sein.
Wir schreiben das Jahr 2007, inzwischen ist viel passiert, der SC liefert fast täglich “grosses Theater” - auch wenn das nicht unbedingt zu unserer Zufriedenheit beiträgt. Am 34. Spieltag wurde Volker Finke nun als Trainer verabschiedet. Eine Zäsur nach 16 Jahren, die den Verein nachhaltig geprägt haben. Was ab August kommt - keiner weiss es. Als neuer Trainer Robin Dutt, so viel ist klar. Dazu einige neue Spieler. Aber wo wird der Verein hin steuern? Wird der Riss, der zwischen Finke-Gegnern und Freunden entstanden ist, zu kitten sein? Letztendlich muss es jeder gemerkt haben, der am letzten Spieltag im Stadion war - hier wechselt nicht nur einfach ein Trainer. Hier beginnt eine neue Zeitrechnung - auch wenn es “nur” Fussball ist. Einen Rückblick auf die legendäre Mitgliederversammlung findet ihr hier.
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