Literatur
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Nun, zur Todesstrafe gibt es in der Literatur viele viel Bücher, Texte, Gedichte, die sich mit dem Thema beschäftigen. An dieser Stelle möchte ich ein Gedicht von Valentina aus unserer Amnesty-Gruppe präsentieren, das sich mit dem Thema Steinigung als Todesstrafe auseinandersetzt. Es ist weder repräsentativ noch irgendwie exemplarisch, es ist „nur“ einer von vielen vielen Texten. Aber einer, der mich beeindruckt hat, und sehr schön zeigt, dass Todesstrafe die falsche Strafe für die (sehr häufig) richtigen Taten ist.

Der Stein

Steine werden fallen
gleich prasseln sie nieder
auf mein Haupt
und zertrümmern meinen Körper
nur weil ich
weil ich liebte
und die Treue brach
dem Manne dem ich angetraut
dem Manne der mich hielt gefangen
der mich schlug
nur weil ich das Gefängnis
und die harten Worte
nicht ertrug
weil ich mein Leben leben wollte
und zu meinem Liebsten wollte
weil ich die Angst nichtmehr ertrug
deshalb steht ihr hier
und wollt mich steinigen
warum was ist so falsch daran
zu lieben und nicht leiden wollen
ihr wollt mich strafen
weil ich mich befreite
und mein Leben selbst
nur leben wollte
ich verstehe es nicht
was soll so sündig sein
die Steine fallen
einer trifft mich hart
alles wird schwarz

© Valentina Escherich

 

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