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In vielen Ländern auf der Welt ist die Unterdrückung auf Grund der sexuellen Orientierung immer noch ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Bisexuelle, Schwule, Lesben und Transsexuelle und Intersexuelle werden vielerorts mehr oder weniger offen diskriminiert. Das beginnt im familiären Umfeld und zieht sich quer durch das Alltagsleben. Manchmal „hinten rum“, manchmal mit offenem Mobbing oder häufig auch körperlicher Gewalt werden Frauen und Männer weltweit für ihre Liebe, für ihre sexuelle Orientierung unterdrückt. Und doch ist Liebe ein Menschenrecht. Diese Unterdrückung geschieht durch Einzelne genauso wie durch Gruppierungen aller Art als auch direkt durch staatliche Stellen. Für amnesty international als internationale Menschenrechtsorganisation ist das natürlich ein Thema. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe zum Thema „Menschenrechte und sexuelle Identität“ (kurz: MeRSI).

MeRSI ist eine bundesweit tätige Themengruppe. Die Menschen, die sich bei MeRSI engagieren, setzen sich weltweit für die Sicherstellung von körperlicher und geistiger Unversehrtheit ein, für Gerechtigkeit und gegen die Straflosigkeit im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen, gegen Diskriminierung und natürlich für die Rechte von Mädchen, Frauen, Flüchtlinge und Asylanten. Natürlich sind dies auch alles auch Themen, die jedes „normale“ Opfer von Menschenrechtsverletzungen treffen können. Aber wie schlimm ist es, für seine Liebe, für seine Gefühle unterdrückt, verletzt oder verjagt zu werden?

Auch wenn es in einigen europäischen Staaten bereits entsprechende Antidiskriminierungsgesetze gibt – der Alltag weltweit sieht oft anders aus. Benachteiligung im Arbeitsleben, Behördenwillkür, in einigen Ländern auch Folter, „Verschwinden lassen“ oder extralegale Hinrichtungen sind an der Tagesordnung, wenn Männer und Frauen sich zu ihrer Identität, zu sich selbst, bekennen.

Amnesty international setzt sich dabei weltweit für die Anerkennung und Gleichstellung von Menschen ein, die auf Grund ihrer sexuellen Identität drohen, zum Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu werden.
MeRSI engagiert sich weltweit – ob in Europa, in Asien, in Afrika.

Liebe kennt keine Grenzen – und leider auch die Unterdrückung nicht.

Doch MeRSI Deutschland ist nicht allein. Innerhalb von ai gibt es weltweit weitere Gruppen, die zum selben Thema arbeiten. Sie alle kämpfen an breiter Front – in der Schweiz oder Österreich genauso wie in Polen, China, dem Iran, in Saudi-Arabien, in der Türkei ebenso wie in Australien, Thailand, Uganda oder Zypern.

Natürlich braucht auch MeRSI Unterstützung. In Deutschland gibt es zahlreiche Regionalgruppen, so z.B. in Berlin, Dresden, Halle/Saale, Hamburg, Köln, München, Magdeburg oder auch Mannheim/Heidelberg. Dort könnt ihr Euch vor Ort engagieren.
Für Spenden, Mitwirkung an Urgent Actions, weiter Informationen etc. wendet Ihr Euch am besten an die MeRSI-Homepage unter http://www.mersi-amnesty.de.

 

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